Rückenschule | Rückenfreundliches Verhalten erlernen

Rückenschule

Die Rückenschule stellt einen Ansatz dar, Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, zu helfen. In der Rückenschule erlernen die Betroffene rückenfreundliches Verhalten und gezielte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. Eine Rückenschule kann von Physiotherapeuten, speziell qualifizierten Fitnesstrainern oder Ärzten mit entsprechender Qualifikation gegeben werden.

Ursachen für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. In Deutschland beklagen sich rund siebzig Prozent der Bevölkerung zumindest einmal über einen schmerzenden Rücken. Auch wenn der Schmerz vermeintlich gleich ist, hat er doch ganz unterschiedliche Ursachen.

Hinzu kommt der heutige Alltag der meisten Menschen: Eine sitzende Tätigkeit im Büro. Die sitzend Position belastet nicht nur die Bandscheiben, sondern es entstehen auch Verspannungen und möglicherweise auch ein Ungleichgewicht der Körperhaltung. Man sitzt schief oder macht einen krummen Rücken. Die mangelnde Bewegung leistet ebenfalls ihren Beitrag zu den Rückenschmerzen, denn auch in der in der Freizeit findet oft kein Ausgleich statt.

Die Muskulatur verkürzt sich. In diesem geschwächten und nicht trainierten Zustand kann sie ihrer Stützfunktion für die Wirbelsäule nicht nachkommen und die Haltung des Sitzenden wird immer schlechter. Dies ist ein Teufelskreis, der sich leicht durchbrechen ließe. Schon das Benutzen der Treppe oder das gelegentliche Arbeiten im Stehen kann die Fehlbelastung des Sitzens ausgleichen.

Eine Mischung aus verschiedenen Haltungen beansprucht unterschiedliche Muskeln. Doch besonders ein angemessener Ausgleich in der Freizeit würde helfen. Durch Aktivität wird Muskulatur aufgebaut, die den Rücken stärkt. Dabei muss es nicht immer Sport sein – ein dynamischer Spaziergang ist ein Anfang.

Rückenschule
© Gewitterkind / Fotolia

Rückenschule gegen Rückenschmerzen

Die Rückenschule ist ein Ansatz, der Betroffenen von Rückenschmerzen helfen kann, eine Lösung für ihr Problem zu finden. Zusätzlich unterstützt sie das konsequente Durchführen von Übungen für den Rücken und gegen die Schmerzen. Die Rückenschule kann allen helfen, die an Rückenschmerzen leiden, unabhängig von der Ursache für die Schmerzen. Der Ansatz, die Muskulatur zu stärken, ist in jedem Fall der richtige, und zwar bei allen Krankheiten, die Rückenschmerzen verursachen können.

Hierzu gehören viele verschiedene Erkrankungen: von Verspannungen über Stress bis hin zu einem Hexenschuss. Gravierende Ursachen wie ein Bandscheibenvorfall oder eine Stenose des Spinalkanals müssen über die Rückenschule hinaus behandelt werden. Dennoch sind die Übungen, das Trainieren und das Erlernen eines rückenfreundlichen Verhaltens für alle Leiden, die Rückenschmerzen verursachen, der richtige Ansatz.

Die Rückenschule geht über Übungen für den Rücken hinaus. Vorsorge ist das beste Stichwort, das die Rückenschule beschreibt. Das richtige Training kann Verletzungen des Rückens vorbeugen und verhindern, dass sich ein chronischer Schmerz ausbildet. Zusätzlich lernen die Kursteilnehmer Entspannungsübungen, um den Stress im Alltag abzubauen. Der kann zu Verspannungen führen und damit zu Schmerzen im Rücken. Eine Rückenschule wird als Präventionsmaßnahme anteilig von den Krankenkassen übernommen und bezahlt.

Erfolgsaussichten der Rückenschule

Obwohl es keine verlässlichen Studien zum Erfolg der Rückenschule gibt, zeichnet sich in einzelnen Befragungen ein Erfolg ab. Besonders Patienten mit unspezifischen Schmerzen gaben eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden an. Gezielte Wirbelsäulenkurse bieten außerdem den Vorteil, dass der Patient einer Aufsicht unterliegt. Diese stellt sicher, dass er die Übungen korrekt durchführt. Schlechte oder falsche Übungen schaden dem Rücken oft mehr, als das sie ihm helfen.

Damit das in der Rückenschule nicht passiert und hier alle Übungen einen Nutzen haben, müssen Trainingseinheiten eines speziellen Wirbelsäulenkurses von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Eine Rückenschule kann von

  • Physiotherapeuten,
  • speziell qualifizierten Fitnesstrainern oder
  • Ärzten mit entsprechender Qualifikation

gegeben werden.

Die Vorbereitungen auf die Rückenschule

Die Rückenschule oder ein spezieller Wirbelsäulenkurs erfordert keine Vorbereitung. Ob die Krankenkasse Anteile der Kosten übernimmt, weiß auch das Fitnessstudio. Einfach die Sportkleidung einpacken und dann kann es losgehen.

Damit die gelernten Übungen auch Wirkung zeigen, ist es wichtig, sich als Teilnehmer auf das Training der Muskulatur und die Entspannungstechniken einzulassen.

Das Zusammenspiel von beiden ist es, was den positiven Effekt der Rückenschule ausmacht. Es geht um das bewusste Erleben der Bewegung. Nur so können die Übungen ihren erwünschten Effekt erzielen. Gleichzeitig lernt der Patient das Bewältigen von Stresssituationen.

Zusätzlich lehrt die Rückenschule ein rückengerechtes Verhalten wie rückenfreundliches Aufstehen und Hinsetzen. Das klingt banal, hat aber große Auswirkungen. So können Rückenschmerzen vorgebeugt werden und Alltagssituationen gut und rückengesund bewältigt werden.

Gruppe beim Rückentraining
© drubig-photo / Fotolia

Welche Methoden werden in der Rückenschule angewendet?

Die Rückenschule wurde entwickelt, um mit einer gezielten Mischung aus Muskelaufbau und Entspannungsübungen chronischen Rückenschmerzen vorzubeugen. Seit einer Überarbeitung des klassischen Modells in den 1990er Jahren ist die neue Rückenschule aktiv. In großen Städten gibt es ganze Rückenzentren, die sich auf Kurse zur Behandlung und Prävention von Rückenschmerzen spezialisiert haben.

Dabei geht es dort nicht nur um Übungen, die die Rückenmuskulatur aufbauen, sondern Techniken, die gezielt Stress lösen können und Verspannungen vorbeugen. Oft müssen die Kursteilnehmer zuerst lernen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen. Zusätzlich bekommen sie Informationen, die ein gesundes Verhalten beschreiben und nahelegen.

Neben der Form der Rückenschule sind Yoga und Pilates gute Alternativen, die den Rücken stärken. Gleichzeitig bauen sie die Bauch- und Rumpfmuskulatur auf. Ein Zusammenspiel dieser Muskeln ermöglicht eine gute Haltung. Das Stretching der Muskeln des Bewegungsapparates ist genauso Bestandteil von Yoga und Pilates.

Diese Kurse stellen die Entspannung und den Einklang von Körper und Geist noch mehr in den Vordergrund als die Rückenschule. Allen Kursen ist jedoch gemein, dass sie die Rückenmuskulatur stärken und so Rückenschmerzen vorbeugen können.

Können in der Rückenschule Komplikationen auftreten?

Die Rückenschule ist ein reines Trainingsprogramm. Sie zeigt Übungen, um die Muskulatur zu stärken, und Techniken, um Stress zu bewältigen. Gleichzeitig gibt es unzählige Bücher, in denen der Betroffene noch einmal alle Tipps nachzulesen kann.

Ein aktives Training für Körper und Geist kann nur Vorteile haben. Ob in der Rückenschule, beim Yoga oder Pilates. Die Bewegung wirkt sich positiv auf das körperliche und auch das geistige Wohlbefinden aus. Es stärkt den Rücken und kann Schmerzen vermeiden.

Nachteilige Wirkungen treten nur dann auf, wenn Übungen falsch oder nicht nach Anweisung ausgeführt werden.

Fazit zur Rückenschule

Die erste Rückenschule wurde vermutlich in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet. Doch bereits in den neunziger Jahren erhoben sich erste Kritiker gegen sie, da sie keine messbaren Ergebnisse aufweisen könne.

Die neue Rückenschule entstand und mit ihr diverse Ratgeberbücher und im Laufe der Zeit DVDs. Obwohl sie alle das Ziel haben, den Rücken zu stärken, unterscheiden die Rückenschulen sich doch in ihren Details. Jeder muss individuell entscheiden, welche Kurse für sich selbst die besten ist. Auch Yoga, Pilates, Ballett oder das Kieser-Training bieten sehr gute Möglichkeiten, um den Rücken zu stärken.

Senorin mit personal Trainer
© Cello Armstrong / Fotolia

Viele verschiedene Bücher, DVDs und Fitnessprogramme versprechen einen gesunden Rücken. Dabei arbeiten sie mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln. Die Rückenschule oder auch Wirbelsäulenkurse unterscheiden sich davon, da hier das Training unter Aufsicht stattfindet. Das bietet den großen Vorteil, dass die Übungen nicht falsch ausgeführt werden können. Besonders, wenn es um den Rücken geht, ist es wichtig, die Trainingseinheiten korrekt auszuführen.

Die Rückenschule kombiniert gezielte Übungen für die Rücken- und Nackenmuskulatur mit Entspannungsübungen. Diese helfen bei der Stressbewältigung und schützen vor Verspannungen. So kann der Rücken gestärkt und vor Rückenschmerzen geschützt werden.

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